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Verführung durch Vernetzung

 

Es gibt fromme Lebenslügen im Bereich der Gemeinde, der Gläubigen insgesamt oder auch des einzelnen Gläubigen.

 

Vor vielen Jahren in Süddeutschland schenkte mir der Herr in einer Zeit des Fastens und Betens die Erkenntnis, dass nicht Verfolgung die große Sache in meinem Leben sein wird, sondern Verführung. Er lehrte mich, dass es so enorm wichtig sein wird, seine Stimme zu kennen, zu hören – damit ich auch in Zeiten der Not genügend Brot finden kann, meinen Verfol-gern ausweichen kann und nicht in die Verführungsfalle stürze.

 

Später hat der Heilige Geist mich durch schmerzliche Erfahrungen gelehrt,

* Dass ich Spannungen aushalten kann und muss, weil oft nur dadurch die Wahrheit ans Licht kommt und

§ dass der Heilige Geist uns Kraft zum Überwinden gibt, gerade auch in Zeiten, in denen das allgemeine Horn in eine andere Richtung geblasen wird.

 

Gerade durch Überwinden von Leiden, bzw. durch das Ertragen von Leid und Schmerzen, bekommen wir innere Kraft, gesundes Selbstbewußtsein und verlassen die dauernde Abhängigkeit von Menschen und deren Meinungen.

 

Eines dieser Prinzipien, die ich in den letzten Jahren – besonders durch die Vorbereitung von Großveranstaltungen im überkonfessionellen Bereich hier in Berlin – lernen durfte, ist, dass Gott nicht arbeitet durch weltweite Vernetzung, sondern durch Verwurzelung. Nicht menschliches, rationales, betriebswirtschaftlich - orientiertes Arbeiten entspricht der Arbeitsweise des Heiligen Geistes, denn dieses öffnet der Verführung Tür und Tor. Wir errichten dann nicht mehr den Altar Gottes mit unbehauenen Steinen sondern wir bauen mit an der Pyramide des Bösen, ja wir sind eingespannt in die Ziegelfabrik „menschliche Einheit“, und hier wird der Einzelne geprägt ins „0-8-15 Format“ nach „Schema F“.


Gefahren der Zukunft liegen besonders in den Bereichen der

§ Auflösung der Familie (Lebenslügen im Privatbereich)

§ menschlichen Vernetzung (damit verbunden ist die Macht der Kontrolle), statt Einwurzelung in den Leib Jesu (also Abhängigkeit von der Leitung des Heiligen Geistes)

§ Überbewertung menschlicher Leistung (mit „Verstolzung“ auf der einen Seite / „Zerbruch“ am anderen Ende des Hebels).

 

Beispiele zu der Gefahr, welche die weltweite Vernetzung bildet:

 

Gebetsgruppen in aller Welt sollen vernetzt, strategisch geführt (von wem?), geschult und geleitet (mit militärischem Drill) werden. Ein Beten nach Programm und Vorgabe wird zwingend.

 

Gemeinden werden schon heute mit Projekten, welche die Einheit fördern sollen, geradezu bombardiert, besonders in den Hauptstädten der Welt. Dumm nur, wenn es mehrere Netzwerke gibt und nicht Einheit sondern Zersplitterung das Ergebnis ist. Einnetzung und Ausgrenzung gehören zusammen – sie gehen Hand in Hand, leider. Ein gutes Prüfungskriterium ist: Wie verhält sich das „christliche“ Netzwerk denen gegenüber, die sich nicht vernetzen lassen, die einen anderen Weg geführt werden und daher nicht gegen ihre innere Überzeugung handeln wollen und können?

 

Weitere Beispiele:

§ Mentoren und ausgebildete Dauer-Seelsorger, statt „Väter in Christus“ und „gelebte Vorbilder“

§ Zwangs-Seelsorge durch Vorgesetzte

§ Gemeinden zeitnah am Ohr der Welt, aber ohne Leitung des Heiligen Geistes. Es gibt Gemeinden, die nur betriebswirtschaftlich erfolgreich geführt werden, daher keinen geisterfüllten Pastor mehr brauchen. Nach Jesu Wiederkunft werden sie auch weiterhin betriebswirtschaftlich wunderbar funktionieren, willst Du dann noch Mitglied sein?

 

Der Geist der Kontrolle wiehert. Aber was ist mit denen, die nicht gemeinsam maschieren wollen – Zwang? Ausgrenzung? Verfolgung?

 

Es gibt Prinzipien, die ein Netz / Netzwerk ausmachen:

 

1. Um ein Netz zu knüpfen braucht man viele Einzelteile, die zusammengebunden werden.

2. Das Netz ist aber leider nur so stark, wie das schwächste Teil.

3. Ein vertrocknetes, dürres Teil zieht von den anderen Saft weg, aber die anderen werden dadurch schwächer.

4. Ein Netz wird von Menschen gemacht und geknüpft – aber irgend einer Person muss das Kommando zum Einsatz übergeben werden. Wenn das nun jemand ist, der nicht von Gott eingesetzt wurde, sondern durch demokratische (sprich: Wille der Mehrheit, Wille des Volkes) Wahlvorgänge in sein Amt kam – welche Gefahr liegt darin!

 

Du kannst Teilhaber werden an den Sünden anderer, wenn Du Dich mit ihnen vernetzt!

 

So wie man gefangen werden kann im Netz des Okkultismus, kann man auch gefangen werden im Netz menschlicher Über-Organisationen. Mitgefangen, mitgehangen.

 

Die Bibel kennt das Wort „Netz“ nur sehr selten in positiven Beispielen, z.B. dass wir Menschenfischer sein sollen und unsere Netze auswerfen sollen. Auch die Engel in Mth 13 V. 47 ff. werden am Ende der Zeit die Netze auswerfen und dann die Guten von den Fauligen trennen. Aber die Bibel warnt in mehr als 20 Fällen vor den Fallen des Netzauslegers, vor der Verführung durch menschliche Schlingen, Fallstricke und Geißeln. (Z.B. Josua 23 V. 13)

Der Herr kann uns unsere Füße aus dem Netz ziehen, aber er kann uns auch die Augen öffnen, dass wir die Gefahren vorher erkennen und er selbst beruft Wächter, die den Dienst des Warnens haben.

 

Einmütigkeit in einer Sache, Mehrheitsbeschlüsse – sie machen noch lange nicht die Wahrheit aus! Viele sind einmütig dabei, das Böse einzufädeln. Haben wir Deutschen nicht vergessen, was uns die jüngste Geschichte gelehrt hat: wieviel Wahlen / Beschlüsse in der DDR oder im III. Reich wurden einmütig gefasst? Die Gegenstimmen sind vorher ausgeschaltet worden oder aus Angst freiwillig verstummt. Auch Judas war eins geworden mit den Priestern, um Jesus durch die Silberstücke zu verraten.

 

Das Prinzip Gottes ist nicht Vernetzung, sondern Geistesleitung,

Geistesführung und Verwurzelung hinein in den Leib des Herrn.

 

In Jesaja wird das Volk Gottes genannt, als ein Volk das wachsen, grünen und blühen und eingepflanzt sein wird und Früchte bringt in aller Welt.

 

Der Herr verspricht den Eingewurzelten in den Zweig Gottes sogar vier- und fünffache Frucht an jedem Zweig.

 

Psalm 1 Vers 3: Den Ausschlag für den Erfolg der früchtetragenden, in saftigem Grün emporgewachsenen Bäume gibt die tiefe Verwurzelung am wasserreichen Bach.

 

In Mth 13 V. 6 verwelkt der Same, der keine Wurzeln hat.

 

Lies in Mth 13 V. 20 und 21, was Jesus zu dem wurzellosen Menschen sagt: „Bei dem aber, der auf felsigen Boden gesät hat, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt; aber er hat keine Wurzeln in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.“ e.

 

Ich schließe mit der Ermahnung des Apostel Paulus an die Kolosser in Kap. 2 Vers 6 - 8:

Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und s e i d

in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar. Seht zu, dass euch niemand einfange (in welches Netz auch immer) durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.

 

Praktisches Anschauungsmaterial für diese Verwurzelung sind z.B. vier verschiedene Wurzeln

1. Ingwer - Wurzel

Viele dieser einzelnen Wurzeln zusammengefesselt, vernetzt, machen noch lang keine frische Pflanze aus. Sie vertrocknen gemeinsam wie Knoblauch, den man zusammenbindet im Herbst.

2. Ein alter vertrockneter Knoblauchzopf

Das Trockenzeug würzt keine Suppe mehr. Kein Auge bringt es mehr zum Weinen.

3. Luftwurzeln

Von der Würgefeige. Sie weiß, wenn sie nicht genug Wasser hat, muss sie es sich anderswo holen. Mit der Zeit aber bringt sie die Wirtspflanze um, um deren Zweige oder Stamm sie sich gewunden hat.

4. Blumenzwiebeln

Diese muss man zur genetisch vorgegebenen Zeit unbedingt einpflanzen, sonst gibt es kein Wachsen, keine Blüten und keine Blätter. Ohne Verwurzelung im Erdreich, das die Pflanze trägt, stirbt sie ab.

 

Lasset uns daher begreifen: wir müssen in den Leib Jesu eingewurzelt sein, damit

§ Christus in uns lebt,

§ der Heilige Geist in uns pulsiert und uns leitet

§ und uns zu starken Überwindern macht.

Strecke Dich aus zum Herrn, trinke lebendiges Wasser und lasse Dich nicht verführen.

 

Heidemie Matutis - Berlin - Januar 2004

 

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Ich wünsche Ihnen hier auf dieser Seite eine „fündige Zeit“ beim „stöbern“.

Übrigens: Jemand einmal gesehen und gehört zu haben, ist mehr wert als tausend Beschreibungen.

Pastor Joh.W.Matutis

 

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